Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Politik Hungernotstand im Jemen: Regierung erhebt Vorwürfe gegen UN
Weltgeschehen Politik Hungernotstand im Jemen: Regierung erhebt Vorwürfe gegen UN
11:01 12.02.2019
Eine Frau hält die Hand eines stark unterernährten Kindes in einem Krankenhaus in der jemenitischen Provinz Hadscha. Foto: Mohammed Mohammed/XinHua Quelle: Mohammed Mohammed

Aden (dpa) - Im Streit um blockierte Lebensmittelhilfe für Millionen Notleidende im Jemen hat die Regierung des Bürgerkriegslandes den UN Parteilichkeit vorgeworfen.

Der UN-Jemengesandte Martin Griffiths unterwerfe sich dem Druck der Huthi-Rebellen, erklärte Jemens Informationsminister Muammar al-Irjani über Twitter. Eine gemeinsame Erklärung des Vermittlers und des UN-Nothilfekoordinators Mark Lowcock habe anders als frühere Stellungnahmen nicht den Huthis die Verantwortung für die Blockade von Getreidevorräten gegeben.

Griffiths und Lowcock hatten am Montag mitgeteilt, in Mühlen nahe der Hafenstadt Hudaida sei genügend Getreide gelagert, um 3,7 Millionen Menschen einen Monat lang zu ernähren. Seit mehr als fünf Monaten sei jedoch der Zugang blockiert. Es gebe eine «geteilte Verantwortung» der Konfliktparteien, diesen sicherzustellen. Am Freitag hatte Lowcock noch erklärt, Huthis hätten den UN den Zugang versperrt.

Nach mehr als vier Jahren Bürgerkrieg droht in dem armen Land auf Arabischen Halbinsel eine Hungerkatastrophe. Millionen Menschen brauchen dringend Lebensmittelhilfe. Die Vereinten Nationen sehen im Jemen derzeit die weltweit größte humanitäre Krise.

Im Jemen kämpfen Huthi-Rebellen gegen Anhänger der international anerkannten Regierung. Im Dezember hatten sich die Konfliktparteien bei Friedensgesprächen in Schweden auf einen Truppenabzug aus Hudaida geeinigt. Allerdings wurde das Abkommen bisher nicht umgesetzt. Beide Seiten geben sich dafür gegenseitig die Verantwortung.

Berlin (dpa) - AfD-Gründer Bernd Lucke hat die gemäßigten Mitglieder seiner ehemaligen Partei aufgefordert, Rechtsextremen in ihren Reihen die Stirn zu bieten.

12.02.2019

Berlin (dpa) - Das Familienministerium verhandelt seit Anfang Februar mit den Ländern über die Milliarden aus dem Kita-Gesetz.

12.02.2019

Die CDU macht Vorschläge für Verschärfungen in der Migrationspolitik. Die Parteichefin sieht eine Grenzschließung als Ultima Ratio, sollte sich eine Ausnahmesituation wie die Flüchtlingskrise 2015 wiederholen.

12.02.2019