Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Politik Bürgermeister von Brügge überlebt Messerattacke
Weltgeschehen Politik

Tatverdächtiger war Mandant : Bürgermeister von Brügge überlebt Messerattacke

16:01 21.06.2020
Polizisten in Schutzanzügen am Tatort in der belgischen Stadt Brügge. Foto: Kurt Desplenter/BELGA/dpa Quelle: Kurt Desplenter
Anzeige
Brügge

Brügge (dpa) - Der Bürgermeister Dirk De fauw der belgischen Stadt Brügge ist bei einer Messerattacke am Hals verletzt worden. Nach einer Operation sagte der 62-jährige Christdemokrat aber dem Sender VRT, er gehe nicht von einem politischen Motiv aus.

Er arbeite auch als Anwalt, und der festgenommene Tatverdächtige sei einer seiner Mandanten. Der 35-jährige mutmaßliche Täter verweigerte vor einem Ermittlungsrichter die Aussage und bleibt zunächst bis zu einem Gerichtstermin am Freitag in Untersuchungshaft.

Anzeige

De fauw sagte, er sei am Samstag in seinem Büro mit dem Mann zum Gespräch verabredet gewesen. Dabei habe der Verdächtige ihn angegriffen. Ein 14 Zentimeter langer Schnitt an seiner Kehle habe mit 24 Stichen genäht werden müssen. Nach dem Angriff habe er viel Blut verloren.

«Ich hatte Glück, dass es nur ein Kartoffelmesser war», sagte De fauw in dem Interview. Andernfalls hätte der Angriff schlimmer ausgehen können. Den Täter beschrieb er als Person mit vielen Problemen, die er mehrfach auch vor Gericht verteidigt habe.

Brügge ist eine bei Touristen beliebte Stadt mit etwa 120 000 Einwohnern in der Nähe der Küste im Westen Belgiens.

21.06.2020
21.06.2020
21.06.2020