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Politik Schulabschlussquote in Deutschland verbessert
Weltgeschehen Politik Schulabschlussquote in Deutschland verbessert
08:01 13.02.2020
Ein Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife (Abiturzeugnis). Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
Bremen

Berlin (dpa) - Weniger Menschen in Deutschland sind ohne Schulabschluss als noch 2010. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag 2018 bei 4,0 Prozent - nach 4,1 Prozent im Jahr 2010.

Das geht aus einer Auskunft des Bundesbildungsministeriums an die AfD-Fraktion im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Damit hatten 2018 insgesamt 2,837 Millionen Menschen keinen allgemeinen Schulabschluss oder höchstens sieben Jahre die Schule besucht.

Dabei gibt es zwischen den Bundesländern erhebliche Unterschiede. Die anteilig meisten Menschen ohne Schulabschluss lebten in Bremen (7,2 Prozent), die wenigsten in Thüringen (1,4 Prozent). Bei Ausländern ist die Quote mit 17,8 Prozent ebenfalls höher - und zwar insbesondere bei Nicht-EU-Ausländern (26,5 Prozent). Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren hat das Ministerium bei dieser Zählung ausgeklammert, weil diese in der Regel ohnehin noch keinen Schulabschluss vorweisen können.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer sprach von einer «Bankrotterklärung für die Bildungspolitik der Bundesregierung» und einer «Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland». «Oberstes politisches Ziel muss es sein, zunächst unsere inländischen Potenziale zu heben, anstatt immer lauter nach ausländischen Fachkräften zu rufen», erklärte er.

Aus der Auskunft geht auch hervor, dass zuletzt rund jeder vierte Ausbildungsvertrag in Deutschland vorzeitig gelöst wurde. Bei Nicht-EU-Ausländern wurde 2018 sogar mehr als jeder dritte Vertrag vorzeitig gelöst. Bei wichtigen Herkunftsländern von Asylbewerbern liegt die Quote mit rund 40 Prozent noch einmal höher. Eine Auflösung des Vertrags muss allerdings keinen Abbruch der Ausbildung bedeuten: Das beim Bundesforschungsministerium angegliederte Bundesinstitut für Berufsbildung weist auf seiner Homepage darauf hin, dass auch Betriebs- oder Berufswechsel als Vertragslösungen zählen.

Der erste Kandidat wagt sich aus der Deckung: Friedrich Merz will CDU-Chef werden. Und auch Gesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich bereit, Verantwortung zu übernehmen. Was macht Armin Laschet? Er will weiter auf eine einvernehmliche Lösung in der Personaldebatte setzen.

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