Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Politik Drei Jahre und neun Monate Haft für Kölner IS-Terroristin
Weltgeschehen Politik Drei Jahre und neun Monate Haft für Kölner IS-Terroristin
18:11 04.12.2019
Außenfassade des Oberlandesgerichts in Düsseldorf. Foto: Marius Becker/dpa Quelle: Marius Becker

Düsseldorf (dpa) - Eine 47-jährige Kölnerin ist als IS-Terroristin und Kriegsverbrecherin zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach die Syrien-Rückkehrerin schuldig und folgte dem Strafantrag der Bundesanwaltschaft.

Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert. Das Urteil kann noch mit der Revision beim Bundesgerichtshof angefochten werden.

Die Frau musste sich seit August vor Gericht verantworten. Sie hatte nach islamischem Recht einen IS-Kämpfer aus Herford per Videochat geheiratet und war 2015 mit ihrem damals neunjährigen Sohn aus erster Ehe nach Syrien ausgereist. Bei ihrer Rückkehr nach Deutschland war sie 2018 festgenommen worden.

Die Verteidiger argumentierten, Mine K. habe schon wenige Tage nach ihrer Ankunft in Syrien zurückkehren wollen. Dass sie im Haushalt eines IS-Kämpfers gekocht und geputzt habe, reiche nicht, um sie als IS-Terroristin zu verurteilen.

Das Gericht befand dagegen, es gebe keine Zweifel daran, dass Mine K. aus Deutschland ausgereist sei, um sich der Terrormiliz «Islamischer Staat» anzuschließen. Mehrfach habe sie über soziale Medien ihre Verbundenheit mit dem IS bekundet. Die Bundesanwaltschaft hatte angeführt, dass die Kölnerin im Internet ihre Sympathie für die islamistischen Attentäter gezeigt hatte, die die Redaktion des französischen Satire-Magazins Charlie Hebdo heimgesucht hatten.

Die 47-Jährige ist inzwischen an Krebs erkrankt. Die Krebsbehandlung soll während der Haft sichergestellt werden, kündigte das Gericht an.

Neuer Ärger zwischen den USA und China: Auf die Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong folgt jetzt ein US-Gesetzesvorhaben zum Schutz der Uiguren in China. Peking droht mit Gegenmaßnahmen.

04.12.2019

Verdorrte Felder, Niedrigwasser, Stürme - der Sommer 2018 hat das Thema Klimawandel ganz nach oben auf die Agenda der Deutschen gebracht. Beim Klimagipfel in Madrid machen die Experten nun klar: Die Folgen der Erderwärmung sind für Deutschland eine reale Gefahr.

04.12.2019

Ein Gerichtsbeschluss zu Facebook-Posts löste Empörung aus. Jetzt hat Renate Künast einen kleinen Erfolg gegen Twitter-Tiraden errungen.

04.12.2019